Was mietfreies Wohnen wirklich wert ist
Der Gedanke ist einfach: Wer kein Geld für Miete ausgeben muss, braucht entsprechend weniger Einkommen. Diese ersparte Miete ist der eigentliche Ertrag eines Eigenheims im Alter, und anders als eine Rente steigt sie mit dem Mietniveau.
In Karlsruhe lässt sie sich beziffern, weil es einen qualifizierten Mietspiegel gibt. Für eine Wohnung Ihrer Größe, Ihres Baujahrs und Ihres Lagetyps nennt er eine Spanne; die Mitte dieser Spanne mal zwölf ist Ihre jährliche Ersparnis. Der Rechner auf dieser Seite hilft dabei.
Das ist keine Kapitalanlagerechnung und soll auch keine sein. Es ist eine Orientierung dafür, was ein abbezahltes Haus im Alter tatsächlich bedeutet.
Wo die Grenzen liegen
Drei Punkte gehören ehrlich dazu, und sie werden in Werbebroschüren selten genannt.
- Eine Immobilie ist nicht teilbar. Wer im Alter Geld für eine Pflege oder eine Reparatur braucht, kann kein Zimmer verkaufen. Eine Rücklage neben der Immobilie ist deshalb kein Luxus.
- Instandhaltung hört nicht auf. Dach, Heizung, Fenster und Fassade halten nicht ewig, und sie kommen oft dann, wenn das Einkommen niedriger ist. Rechnen Sie mit ein bis zwei Prozent des Gebäudewerts im Jahr.
- Ein Haus kann zu groß werden. Treppen, Garten und Fläche, die man nicht mehr nutzt, kosten Geld und Kraft. Das ist kein Scheitern, sondern eine normale Entwicklung, und dafür gibt es Lösungen.
Was eine Rate monatlich bedeutet
Mietfrei wohnen beginnt an dem Tag, an dem keine Rate mehr läuft. Bis dahin ist die Rate die Belastung, und sie gehört über die volle Laufzeit betrachtet, nicht nur über die Zinsbindung.
Der ehrlichere Weg ist, rückwärts zu rechnen: Sie geben Ihr Eigenkapital ein und den Betrag, den Sie monatlich dauerhaft aufbringen können, und sehen, welcher Kaufpreis daraus folgt, was an Zinsen zusammenkommt und in welchem Jahr Sie schuldenfrei wären. Das rechnet unser Budgetrechner, voreingestellt mit dem Durchschnittszins der Deutschen Bundesbank.
Er stellt die Miete über dieselbe Laufzeit daneben, auf der Kaufseite Kaufnebenkosten und Instandhaltung. Der Vergleich urteilt bewusst nicht; er zählt Zahlungen und nennt ausdrücklich, was er nicht zählt.
In Karlsruhe ist der Rahmen besonders früh wichtig, weil die Unterschiede zwischen den Stadtteilen erheblich sind. Wer weiß, was er tragen kann, weiß auch, wo die Suche überhaupt Sinn hat, und das spart Monate.
Was wir ausdrücklich nicht tun: Ihnen sagen, dass Sie sich etwas leisten können, oder welche Tilgung oder Zinsbindung sinnvoll wäre. Verbindlich prüft das eine Bank. Auf Wunsch stellen wir den Kontakt zu einem Finanzierungsvermittler mit Erlaubnis nach § 34i GewO her, für Sie ohne Kosten und ohne Verpflichtung.
Wenn das Haus zu groß wird
Drei Wege, und keiner davon bedeutet, alles aufzugeben.
- Verkleinern. Das Haus verkaufen und eine Wohnung kaufen, möglichst im selben Stadtteil. In Karlsruhe geht das gut, weil es in fast allen Stadtteilen einen Wohnungsmarkt gibt. Die Differenz bleibt Ihnen.
- Teilweise vermieten. Eine Einliegerwohnung oder ein Stockwerk abtrennen. Das bringt Einnahmen und Leben ins Haus, verlangt aber bauliche Voraussetzungen und einen Mietvertrag, der zu Ihnen passt.
- Verkaufen und wohnen bleiben. Über ein lebenslanges Wohnrecht, einen Nießbrauch oder eine Leibrente. Sauber gemacht ist das ein seriöser Weg; worauf es dabei ankommt, steht auf einer eigenen Seite.
Was wir dazu sagen dürfen und was nicht
Wir sagen Ihnen, was Ihre Immobilie wert ist, was eine vergleichbare Miete nach Mietspiegel kosten würde und welche Wege es gibt, wenn sich etwas ändert. Das ist unsere Arbeit.
Was wir nicht dürfen: Sie zu Finanzprodukten, Darlehen oder Anlagen beraten. Unsere Erlaubnis nach § 34c Abs. 1 Nr. 1 GewO deckt das nicht ab. Für eine Vorsorgeplanung brauchen Sie einen entsprechend zugelassenen Berater, für die Steuer Ihren Steuerberater.
Ob Einzimmerwohnung oder Kapitalanlage für zwei Millionen Euro: Jede Immobilie bekommt bei uns den vollen Einsatz. Denn in vielen Häusern und Wohnungen steckt die Arbeit eines ganzen Lebens. Wer uns seinen Lebenstraum anvertraut, verdient unser Bestes.
Jens StumppInhaber von iMMo75, Immobilienmakler seit 2002So läuft es ab
- Ersparte Miete beziffernNach dem Karlsruher Mietspiegel für Ihre Adresse, Größe und Ausstattung.
- Instandhaltung einplanenEin bis zwei Prozent des Gebäudewerts im Jahr, und zwar wirklich zurückgelegt.
- Zukunft durchdenkenTreppen, Bad, Garten. Was geht in zehn Jahren noch, was nicht?
- Wege kennenVerkleinern, vermieten oder verkaufen und wohnen bleiben. Wer die Wege kennt, entscheidet in Ruhe.