Wo in Karlsruhe überhaupt Häuser gehandelt werden
Der Immobilienmarktbericht beantwortet diese Frage für jeden Stadtteil. 2025 wurden die meisten bebauten Grundstücke in Neureut verkauft (68), gefolgt von Knielingen (50), Grötzingen (42), Rüppurr und Grünwinkel (je 39), der Nordweststadt und Daxlanden (je 34 und 33) sowie Hagsfeld (32). In Durlach waren es über alle vier Teilgebiete zusammen 83.
Am anderen Ende: In der Nordstadt wurden vier bebaute Grundstücke verkauft, in Palmbach sechs, in Innenstadt-Ost sieben, in Wolfartsweier und Oberreut je acht. Wer dort ein Haus sucht, braucht Geduld und einen Suchauftrag.
Wichtig beim Lesen: In den innenstadtnahen Stadtteilen steckt hinter einem hohen Geldumsatz je Objekt fast immer ein Mehrfamilienhaus. Ein niedriger Durchschnitt je Objekt ist dagegen das Kennzeichen eines echten Hausmarkts für Selbstnutzer, wie in der Nordweststadt oder in Daxlanden.
Was ein Haus kostet
Der Gutachterausschuss nennt zwei Vergleichspreise, und beide gelten nur mit ihren Annahmen.
Ein gebrauchtes Ein- oder Zweifamilienhaus kostete 2025 rund 670.000 Euro; der Bericht rechnet dafür mit einem Bodenrichtwert von 700 Euro je Quadratmeter, 180 Quadratmetern Wohnfläche, modifiziertem Baujahr 1975 und 550 Quadratmetern Grundstück. Ein gebrauchtes Doppel- oder Reihenendhaus lag bei rund 630.000 Euro, gerechnet mit 140 Quadratmetern Wohnfläche, modifiziertem Baujahr 1995 und 330 Quadratmetern Grundstück.
Daneben gibt es die Grundstückspreise: Für ein Grundstück zum Bau eines Ein- oder Zweifamilienhauses in guter Lage wurden im Mittel 890 Euro je Quadratmeter bezahlt. Verkauft wurden 2025 aber nur 54 solche Grundstücke in der ganzen Stadt, und laut Geschäftsstelle handelt es sich dabei inzwischen meist um Abbruchflächen, weil kaum noch Bauland verfügbar ist.
Was Sie beim Hauskauf prüfen sollten
Bei einem Bestandshaus entscheiden vier Fragen über die Summe, die Sie nach dem Kauf noch ausgeben.
- Energetischer Zustand: Energieausweis lesen, nicht überblättern. Baujahr, Dämmung, Fenster und Heizungsalter bestimmen, was in den nächsten zehn Jahren ansteht.
- Baurechtliche Lage: Was erlaubt der Bebauungsplan an Anbau, Aufstockung oder Teilung? Das kann den Wert erheblich verändern.
- Denkmalschutz: In Karlsruhe betrifft er mehr Gebäude, als die meisten erwarten. In der Dammerstocksiedlung in Weiherfeld-Dammerstock ist die gesamte Anlage ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung, mit Umgebungsschutz für die Nachbarschaft.
- Grundbuch und Baulasten: Wegerechte, Leitungsrechte und Baulasten. Letztere stehen nicht im Grundbuch, sondern im Baulastenverzeichnis der Stadt.
Kaufnebenkosten, Beispiel 400.000 €: Grunderwerbsteuer 5,0 % in Baden-Württemberg, also 20.000 €, dazu Notar und Grundbuch mit rund 2 %, etwa 8.000 €. Die Maklerprovision steht im jeweiligen Exposé.
Wie Sie von neuen Angeboten erfahren
Ein Teil unserer Objekte wird vermittelt, bevor er in einem Portal steht. Neue Angebote gehen zuerst an unser Rundschreiben mit 25.000 Adressen und an vorgemerkte Interessenten. Wer einen Suchauftrag hinterlegt, bekommt sie in dieser ersten Runde.
In einem Markt mit 691 Hausverkäufen im Jahr auf 27 Stadtteile ist das kein Detail: In vielen Lagen kommen nur eine Handvoll Objekte im Jahr auf den Markt, und sie sind oft vergeben, bevor eine Anzeige erscheint.
So läuft es ab
- Stadtteil wählenWo gibt es überhaupt Häuser? Die Zahlen auf den Stadtteilseiten sagen es.
- Suchauftrag hinterlegenDamit Sie neue Objekte in der ersten Runde sehen und nicht im Portal.
- Besichtigen und prüfenEnergieausweis, Bebauungsplan, Grundbuch, Baulastenverzeichnis, Bodenrichtwert.
- KaufenNotartermin, Kaufnebenkosten, Eintragung. Wir begleiten bis zur Schlüsselübergabe.
