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Immobilien in Karlsruhe

Grundsteuer-Rechner

Grundsteuer in Sekunden

Wie hoch ist Ihre Grundsteuer in Karlsruhe?

Für die Grundsteuer zählt der Bodenrichtwert zum 01.01.2022, nicht der aktuelle. Er steht in Ihrem Grundsteuerwertbescheid und in BORIS-BW in der Ansicht Grundsteuer.

Voreingestellt ist der Hebesatz der Stadt Karlsruhe seit 1. Januar 2025, beschlossen am 22.10.2024. Sie können ihn überschreiben.

Grundsteuer im Jahr…

Vereinfachte Rechnung nach dem Landesgrundsteuergesetz: Fläche mal Bodenrichtwert ergibt den Grundsteuerwert, mal Steuermesszahl 1,3 Promille den Messbetrag, mal Hebesatz die Grundsteuer. Für überwiegend Wohnzwecke sinkt die Messzahl um 30 Prozent. Ihr Bescheid kann wegen Rundungen um wenige Euro abweichen. Für Land- und Forstwirtschaft gilt die Grundsteuer A, die rechnet dieser Rechner nicht.

Die Grundsteuer zahlt, wem das Grundstück gehört. Was es wert ist, zeigt der Wert-Check.

Warum der eine Satz fiel und der andere stieg

Das Landesmodell rechnet anders als das alte Recht. Grundlage ist seit 2025 nur noch die Grundstücksfläche mal dem Bodenrichtwert, darauf die Steuermesszahl und darauf der Hebesatz der Gemeinde. Das Gebäude, seine Größe und sein Zustand spielen keine Rolle mehr.

Für bebaute Grundstücke in der Stadt bedeutet das in der Regel eine höhere Bemessungsgrundlage als früher, denn Bodenrichtwerte sind seit der letzten Hauptfeststellung erheblich gestiegen. Damit die Stadt nicht mehr einnimmt als vorher, musste der Hebesatz sinken: von 490 auf 270 Prozent.

Bei land- und forstwirtschaftlichen Flächen ist es umgekehrt. Ihre Bemessungsgrundlage ist nach dem neuen Modell deutlich niedriger, also musste der Hebesatz steigen, von 490 auf 650 Prozent. Beide Bewegungen stehen im selben Beschluss vom 22. Oktober 2024.

Die Stadt gibt an, den Hebesatz der Grundsteuer B so festgesetzt zu haben, dass das Aufkommen etwa gleich bleibt, bei rund 60 Millionen Euro im Jahr. Aufkommensneutral für die Stadt heißt aber nicht aufkommensneutral für jeden Einzelnen: Wer ein großes Grundstück in guter Lage hat, zahlt mehr als vorher, wer eine Wohnung in einem großen Haus besitzt, oft weniger.

Grundsteuer B ab 2025270 %Hebesatz für das ganze Stadtgebiet, vorher 490 %Beschluss des Gemeinderats der Stadt Karlsruhe
Grundsteuer A650 %Land- und ForstwirtschaftBeschluss des Gemeinderats der Stadt Karlsruhe
Beschlossen22.10.2024Gemeinderat, für das neue LandesmodellBeschluss des Gemeinderats der Stadt Karlsruhe
So wird gerechnetFläche × BodenrichtwertGrundsteuerwert × Steuermesszahl × HebesatzLandesgrundsteuergesetz

Was das für Ihre Immobilie bedeutet

Drei Gruppen sind unterschiedlich betroffen, und das lässt sich am Rechner auf dieser Seite nachvollziehen.

  • Einfamilienhaus auf großem Grundstück in guter Lage: Die Belastung steigt, weil Fläche mal Bodenrichtwert jetzt alles bestimmt. In Lagen wie dem Durlacher Hanggebiet oder Weiherfeld-Dammerstock fällt das auf.
  • Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus: Die Belastung sinkt meistens, weil sich der Bodenwert auf viele Einheiten verteilt. In der Weststadt oder der Südstadt ist das der Regelfall.
  • Unbebautes Grundstück: Es wird jetzt genauso bewertet wie ein bebautes gleicher Größe und Lage. Wer ein Grundstück hält, ohne zu bauen, zahlt deutlich mehr als früher.

Was Sie prüfen sollten

Der Grundsteuerbescheid beruht auf dem Grundsteuermessbescheid des Finanzamts, und der beruht auf Ihrer Erklärung und auf dem Bodenrichtwert zur Hauptfeststellung am 1. Januar 2022. Falsch erfasste Flächen sind der häufigste Fehler.

Prüfen Sie die Grundstücksfläche im Bescheid gegen Ihren Grundbuchauszug. Prüfen Sie außerdem, ob eine Ermäßigung greift: Für überwiegend zu Wohnzwecken genutzte Grundstücke sieht das Landesmodell eine um 30 Prozent verminderte Steuermesszahl vor. Wer das nicht angegeben hat, zahlt zu viel.

Gegen den Messbescheid des Finanzamts läuft eine Einspruchsfrist von einem Monat. Gegen den städtischen Grundsteuerbescheid hilft ein Widerspruch nur, wenn der Fehler bei der Stadt liegt; steckt er im Messbescheid, muss der korrigiert werden.

So läuft es ab

  1. Bescheid prüfenGrundstücksfläche gegen den Grundbuchauszug halten, Bodenrichtwert gegen BORIS-BW.
  2. Ermäßigung prüfenWird das Grundstück überwiegend zu Wohnzwecken genutzt? Dann gilt die verminderte Steuermesszahl.
  3. RechnenDer Rechner auf dieser Seite zeigt Ihre Jahresbelastung mit dem Karlsruher Hebesatz von 270 Prozent.
  4. ReagierenFehler im Messbescheid beim Finanzamt, Fehler im Grundsteuerbescheid bei der Stadt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Grundsteuer-Hebesatz in Karlsruhe?

Für die Grundsteuer B liegt er seit dem 1. Januar 2025 bei 270 Prozent, für die Grundsteuer A bei 650 Prozent. Beschlossen hat der Gemeinderat das am 22. Oktober 2024. Vorher lagen beide Sätze bei 490 Prozent. Verbindlich ist Ihr Grundsteuerbescheid.

Warum ist der Hebesatz in Karlsruhe so stark gesunken?

Weil die Bemessungsgrundlage gestiegen ist. Baden-Württemberg rechnet seit 2025 nur noch mit Grundstücksfläche mal Bodenrichtwert; das Gebäude zählt nicht mehr. Bodenrichtwerte sind seit der letzten Hauptfeststellung erheblich gestiegen, also musste der Hebesatz sinken, damit die Stadt nicht mehr einnimmt. Die Stadt gibt an, bei rund 60 Millionen Euro Aufkommen im Jahr zu bleiben.

Zahle ich jetzt mehr oder weniger?

Das hängt von Ihrer Immobilie ab, nicht vom Hebesatz. Wer ein großes Grundstück in guter Lage besitzt, zahlt in der Regel mehr als vorher. Wer eine Eigentumswohnung in einem großen Mehrfamilienhaus besitzt, meistens weniger, weil sich der Bodenwert auf viele Einheiten verteilt. Der Rechner auf dieser Seite zeigt Ihren Fall.

Ihr Ansprechpartner

Grundsteuer einordnen

Sie sind unsicher, ob Ihr Bescheid stimmt? Schreiben Sie uns kurz, was darin steht. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Jens Stumpp, Immobilienmakler und Sachverständiger

Jens Stumpp
Immobilienmakler seit 2002
DEKRA-zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung

07041 814615
info@immo75.de

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